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Our Childhood - Unsere Kindheit
Dieses Forum wurde nach der Idee von Allice Miller's Ourchildhood Foren gegründet. Hier geht es um die Aufdeckung emotionaler Blindheit, die während der frühen Kindheit durch Misshandlung und Missbrauch entsteht und unser weiteres Leben beeinflusst
 
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Diskussionen mit einem Groß-Cousin
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tommy



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BeitragVerfasst am: 18.07.2009, 12:08    Titel: Diskussionen mit einem Groß-Cousin Antworten mit Zitat

Liebe Mitstreiter,
ich diskutiere im Moment mit einem Cousin meiner Mutter. Ich mag ihn gerne.
Und er steht auch sehr kritisch zur Gewalt, die meine Mutter angewendet hat.
Nachdem ich ihm meine völlige Ablehnung zu Gesprächen mit meiner Mutter mitteilte, erreichte mich diese Mail. Letztes Jahr hatte ich ihm noch gesagt, dass ich vielleicht den Kontakt wieder aufnehmen würde, wenn meine Mutter sich therapieren ließe, also nach einer eventuellen Therapie.

Zitat:
Was das Verhältnis zu Deinen Eltern, speziell zu Deiner Mutter anbelangt, ist es letztendlich Deine Entscheidung, wie Du Dich ihnen bzw. ihr gegenüber verhalten möchtest. Positiv ist, dass Du zumindestens anerkennst, dass Deine Mutter Dich als Kind mütterlich betreut hat. Voraussetzung hierfür ist das Band der Liebe, die eine Mutter befähigt, sich persönlich zurückzunehmen, sich für das eigene Kind einzusetzen, insbesondere dann, wenn gesundheitliche Probleme oder auch andere Schwierigkeiten vorhanden sind. Dann besteht natürlich auch die Gefahr, dass diese Zuwendung vom Kind als Einengung oder als unangemessene Herrschaft angesehen wird. Das Ganze wird noch verstärkt, wenn keine klärenden Gespräche erfolgen. Klärungen sind nur möglich, wenn beide Seiten gesprächsbereit sind, um Verletzungen und Blockaden, die einem im persönlichen Leben behindern, zu überwinden oder zumindestens abzuklären.

Nicht nur Eltern, auch Kinder sind nicht frei von Fehlern, was das Miteinander anbelangt. Sicherlich hast Du auch schon darüber nachgedacht, was Du heute anders machen würdest. Entscheidend ist, dass beide Seiten bereit sind, sich im christlichen Geist einander zu vergeben und "barm-herzig" zu sein. Das führt schließlich zur inneren Befreiung.


Da stimme ich mit ihm überhaupt nicht überein.
ich halte es für denkbar, dass meine zahlreichen Krankheiten als Kind die elterliche Gewalt und die Einnahme von Fruchtbarkeitsmedikamenten zur Ursache haben.

Mich stört der Verweis, dass Christen immer gesprächsbereit sein sollen.
Ich möchte nicht aller Leute Boxsack sein.
Ein Gespräch wäre hochgradig gefährlich - sie könnte mit gedankenlosen Sprüchen Verletzungen hervorrufen, weil ich schon so viele hab (hab ich schon geschrieben). Ein Affront seitens meiner Mutter, sie hat vergessen, sich zu entschuldigen. Eine psychische Belastung - sie könnte unsere Geschichte klittern wollen, irgendwelche Bedürfnisse ausleben wollen, die in unsere Beziehung nicht gehören und und. Ich hab noch Anderes zu tun.
Ich denke jeder sollte sich vor Gefahren schützen.

Mütterliche Betreuung schaffen auch Tagesmütter..

Klärende Gespräche mit meiner Mutter gab es gerade wegen ihrer seelischen Gewalt nicht. Da hätte sie sehr wahrscheinlich Gewalt eingesetzt, was sie ja eh schon tat.

Alles Gute,
Thomas
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jK
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BeitragVerfasst am: 22.07.2009, 08:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Tommy,

ich denke für Aussenstehende mutet es oft eigenartig und unverständlich an, wenn "Kinder" den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen.... "sowas tut man eben nicht"
Aus den Worten Deines Cousins spricht für mich emotionale Blindheit, die wird er auch nicht so von heute auf morgen ablegen können.
Deshalb kann er auch gar nicht Deine Argumentation wirklich nachvollziehen oder gar erfühlen.

Liebe Grüße
jK
_________________
Weil das Leben mich liebt,
liebe ich das Leben ...
Durch die "Liebe" der Menschen,
wäre ich fast umgekommen,
im kalten Sturm der Gesellschaft!
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Gast
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BeitragVerfasst am: 22.07.2009, 13:42    Titel: Die Geister , die ich rief ... Antworten mit Zitat

hallo tommy ,
Deine Mutter konnte Dich ja schlecht einfach weglegen und ignorieren , natürlich wird sie sich Dir irgendwie emotional zugewendet haben .

Sonst hättest Du als " kleines Kerlchen " sicherlich nicht überlebt .
Aber ist diese mütterliche Zuwendung schon als besondere Leistung anzurechnen ?
Ich meine die Hormone schießen ein , ob Frau will ,oder nicht .
Es gibt natürlich auch Neuroleptika um das Alles in bestimmte überlebensfähige Bahnen zu lenken .
Dann heißt es halt , Stillunfähigkeit oder postnatale Depression . Gibt für Alles die richtige Pille .
Aber Deine Mutter wollte ja wohl auch " Kind , um jeden Preis " . Mr. Green
Was ich an sich immer als ziemlich zynische Bemerkung ansehe .
Es gibt wirklich Frauen , auch Männer , die einen ziemlich hohen Preis für den Kindeswunsch zahlen . Bei mir hat es nur so geschienen , als ob .
War eher Wunschdenken Anderer , als daß ich das Gefühl hatte ein wirkliches Opfer gebracht zu haben .
Aber das ist hier nicht Thema .
Fruchtbarkeitsmedikamente gibt ´s in beinahe jeder agrarisch ausgerichteten Kultur , Primitivkultur Wink .
was ist daran so verwerflich ?
Du bist doch hoffentlich nicht grundsätzlich misogyn eingestellt .
So wie der Großteil unserer Gesellschaft .
Vom Geschlecht unabhängig .Der unbändige Haß auf Frauen ist weit verbreitet , besonders wenn sie noch die Dreistigkeit haben ihre
" Minderwertigen Gene " , zu vererben an die nachfolgende Generation . Und dafür dann noch Unterhalt vom Staat , etc. einfordern .
Ohne mal richtig die Knute im Genick , sprich Arbeit gespürt zu haben .

Vielleicht warst Du auch nen " kleines Weichei " .
Entschuldige den Ausdruck .
Ich war ne kleines Krüppelchen ( vor der OP ) und braucht ansonsten keine besondere Zuwendung .
Wie ja zu merken ist an meinem Charakter . Mr. Green
meine Tochter war auch klein und zäh . 2550 g und nicht totzukriegen .
Selbst zwei mal nen viertel Jahr Afrika mit jeweil 2 J. und 3 J . , hat sie locker weggesteckt . Lacht immer noch über die Bilder , wo sie sich masturbiert hat ( Kleinkind ) und die Anderen meist schon beschnitten waren . Rolling Eyes
Siehs mal so , deine Mutter ist Dich nicht wieder los geworden und hat halt das Beste versucht draus zu machen . Embarassed
So jetzt wird´s aber Angriffe hageln . Hoffe ich doch . Wassernymphe
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tommy



Geschlecht: Geschlecht:Männlich
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BeitragVerfasst am: 22.07.2009, 18:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo jK,
ja, ich denke, dass er bei diesem Konflikt Blindheit zeigt, bis dann,

hallo Wassernymphe,
ich bin natürlich nicht frauendfeindlich eingestellt, ich hab nichts gegen Fruchtbarkeitsmedikamente, die die Gesundheit des Kindes nicht beeinflussen. Bei mir war das anders, so wie mir das meine Mutter erzählt hat. Sie nahm an, dass eine Krankheit daher kommt. Als Kind war ich ständig krank. Vielleicht kamen auch mehrere Krankheiten davon...
Ich gehe davon aus, dass viele Kinderkrankheiten in der seelischen Gewalt meiner Mutter die Ursache hatten. Weichei oder nicht - ich bin halt so. Und ich glaube, keiner von uns hat eine Seele aus Stahlbeton.

Zitat:
deine Mutter ist Dich nicht wieder los geworden und hat halt das Beste versucht draus zu machen

Eine Mutter hat die Pflicht für ihr Kind zu sorgen, wenn sie eines hat. Das schließt Betreuung im Krankheitsfall ein. Das ist nicht weniger als mein Menschenrecht (als Kind).
Meine Mutter meint ja auch gar nicht "du, weisst du, ich bin dich halt nicht mehr losgeworden!" Hey mann, ich bin kein Stück Klette oder Müll, das einem am Bein klebt.
bis dann,
Thomas


Zuletzt bearbeitet von tommy am 24.07.2009, 16:21, insgesamt einmal bearbeitet
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Gast
Gast







BeitragVerfasst am: 22.07.2009, 19:44    Titel: Viele Krankheitsbilder ergeben ein Syndrom Antworten mit Zitat

hey tommy ,
verschiedene Krankheitsbilder , die parallel nebeneinander und auch unabhängig voneinander existieren können , ergeben ein Krankheits - Syndrom . So was , wie ein Syndikat bei der mafia . Mr. Green
Bischen weit hergeholt der Vergleich . Aber Leiden tut man schon dran .
Also mit Syndromen kenn ich mich ja ein bisschen aus , inzwischen .
Läßt doch auch noch was Gutes auf deine Mutter kommen .
Das wollte ich doch eigentlich nur wissen .
Warst ihr also nicht überdrüssig , sie hat lediglich nicht den passenden Schlüssel zu deiner Seele gefunden . Der Zugang zu Deinem Allerheiligstes ist ihr also verwehrt geblieben .
Hast vielleicht regelrecht Glück gehabt , damit . Sonst hätt sie noch mehr Schaden anrichten können , wenn auch ungewollt .
Was mir an Deinen Vorwürfen , oder auch den Mutmaßungen Deiner Mutter auffällt , ist der Mangel an Beweisen .
Ich meine eine Behauptung aufstellen , daß irgendetwas als Folge bestimmter Auslöser , geschehen sei .
Vermutlich , eventuell , vielleicht ... Medikamente haben einen Namen , auch anno dazumal schon . Laß Dir den Namen geben , dann kannst Du Recerchieren , welche Nebenwirkungen etc . Fakten eben !
Sonst bleibt dies bloße Spekulation . Und nützt keinem von Euch .
Anders ist es mit dem seelischen Mißbrauch . Da gibs keine tabellarische Auflistung eventueller Nebenwirkungen . Und derem Verlauf man mit einer relativ hohen Warscheinlichkeit zu soundsoviel % , irgendwann rechnen darf . Gruß Wassernymphe
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Roverandom
Gast







BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 08:02    Titel: Spekulationen? Antworten mit Zitat

Guten Morgen,

wie wäre es denn schlicht und ergreifend mit "Vernachlässigung, seel. Misshandlung, körperliche Misshandlung? Benutzung zu eigenen unerfüllten Wünschen?

Was willste denn mit Namen benennen? Das gibt es wohl nicht in der Form wie Contergan Geschädigt - supi - denn dann kann die "Schuld" ja schnellsten abgeleitet oder abgeworfen werden. Meine Hände und Gewissen wasche ich als Mutter in Unschuld - "schaut doch her - da gibt es ja einen Namen plötzlich" - nein - nicht ich als Mutter versagte -

Die Psyche veranstaltet enorm viele Krankheiten - nicht umsont heisst es

"Corpus sanus in mente sana
(Ein gesunder Körper braucht einen gesunden Geist)"


Fibromyalgie ist nachweislich als Folgeerkrankung eines sex. Missbrauchs -ungesunder Kindheit etc. belegt.
Multiple Persönlichkeiten - nachweislich Folgen einer extremen Situation in der Kindheit - wie sonst könnte ein Kind solche traumatischen Perversion Erwachsener überleben?

Was bitte ist an dem Verhalten von Tommys Mutter gut zu-heissen?
Wenn oder was Wassernymphe willst du entschuldigen? Dich oder deine Eltern?

Ein Kind getrimmt auf Perfektionismus - wozu dieser ganze Scheiß? Doch wohl nur um eigene beschissene Bedürfnisse zu befriedigen - um nix anderes geht es - was ist daran gut?

Das sind keine Spekulationen - schau einfach in dich selbst rein - nicht mit deinem Verstand - versuch es mal mit Gefühl -


Gruß Rover
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Gast
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BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 12:51    Titel: Ehrlichkeit , ist die beste Alternative Antworten mit Zitat

Hey Roverandom , manchmal bemühen sich sogar Eltern ihre Kinder zu Schützen , vor Wahrheiten die unerträglich scheinen . Ob dies der richtige Weg war , mag angesichts der Folgen zweifelhaft erscheinen . Aber dies wissen sie auch erst im Nachhinein . Keiner hätte ihnen im Vorfeld garantieren können , daß Aufklärung eine positive Entwicklung begünstig hätte . Im Nachhinein ist man , auch als Eltern immer schlauer , nehme ich an . Wenn ich von meiner eigenen Biographie ausgehe . Mr. Green
Wahrheiten sind dazu da ans Licht gezogen zu werden , notfalls mit Gewalt , offene Auseinandersetzung mit den Tatsachen . das halte ich für den besten und den einzigen Weg . Statt jahrelang zu mystifizieren , zu verschleiern .
Dies macht nur unnötig Angst , weil man den " Feind " wohl wittert , aber nicht genau weiß , wann er einen anspringt . Aus dem Hinterhalt , selbstverständlich im Dunkeln . Man weiß nur mit Sicherheit , daß der Angriff irgendwann , vielleicht sogar ,
wenn man nicht mehr damit rechnet , erfolgen wird .
Dieser medikamentenmißbrauch , aus den späten 50 ern , ist nur ein schreckliches Beispiel . Weltweit resultiert so etwas aus Dummheit , Not und Unwissenheit . Und zwar auf Kosten der menschen , welche abhängig sind , von Medikamenten , welche hergestellt werden , damit einige Wenige riesige Gewinne machen . Warum nicht laut aufschreien , mit dem Finger zeigen auf Opfer und Schuldige gleichermaßen .
Nur bitte nicht immer wieder in den Fehler verfallen , den Müttern die alleinige Schuld zu geben . Herrgott , was kann eine dumme Frau und ein ebenso gleichgültiger Mann , außer für begangene Fehler zu zahlen , sonst noch tuen . Sie wissen vermutlich Beide , über ihre Täter - und Opferrolle genauestens bescheid . Aber im Nachhinein , nicht mehr zu ändern . Zu mir haben sie immer gesagt : " Das Kind ist noch nicht in den Brunnen gefallen ." Also , wo ein Wille ist , gibt´s auch einen Weg .
Aber keine Angst vor der Wahrheit , so schmerzhaft sie auch sein mag .
Sonst steht man sich bei der Aufklärung nur selbst im Weg . Wassernymphe
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Roverandom
Gast







BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 16:16    Titel: Antworten mit Zitat

Na Wassernymphe - damit kann ich leben.

Ich las deinen Beitrag und dachte - HERRJEEEEEEE was will se denn nu sagen?

In fast allen Punkten Wassernymphe geb ich dir recht - in einem aber nicht! Mr. Green Um dieser "Wahrheit" gerecht zu werden - muss angeklagt werden dürfen.

Ich spreche nicht davon (wie es mal ein ehemaliges Mitglied des Forums hier zeigte) permanent Wut und Ärger über die nun mal geschehene Dinge an die Mutter/ Vater zu bringen. Irgendwann muss mit diesem Zorn Schluß sein - irgendwann muss auch Trauerarbeit über das "verlorene" geschehen - geschieht es nicht, verharre ich ständig (und unnötig) in einer fast schon wiederrum perrversen Lethargie. Aber - und hier hab ich etwas missverstanden - es MUSS (dick und fett geschrieben) die Möglichkeit bestehen diese "Schuld" auch bei einem Elternteil oder beiden loszuwerden. Ob diese nun selbst "unschuldig" agierten - ganz einfach so, weil sie es nicht anders wussten spielt für mich in diesem Moment keine Rolle. Für mich persönlich heisst es erstmals - ich bin und war als kl. Kind UNSCHULDIG! Für das, was mit den Eltern geschehen ist - kann ich nix - ich kann mItleid dafür empfinden - aber trage keine Verantwortung - also bitte schön den Zorn dort abladen wo er hingehört.

Selbst bin ich keine Verfechterin des "Ich armes unschuldiges Kind" ich war es - keine Frage - aber ich habe die Möglichkeit das zu erkennen und daraus zu lernen. Was nicht heisst, ich entschuldige diese perversen Spielchen, die man mit mir spielte - niemals!
Viele Eltern sehen ja nicht einmal, dass sie etwas vollkommen falsch machen - dass sie ihrem Kind ein Leben zur Hölle machen - ich schau mir meine Schwster an (und muss kotzen) sie entschuldigt immer ihr Versagen an den Kindern mit ihrer ach so üblen Kindheit - sie hatte es wesentlich schlimmer - aber nochmals - was - bitte - konnten ihre Baby`s dafür?

Contergan - ja - ganz recht - ein Machtkampf um Geld - statt ein gepflegtes Bier wegen Schlaflosigkeit zu trinken -gleich irgendwelche chem. Hämmer!
Sollte ich hierzu jemals meine Gedanken sehr laut äussern - werde ich gesteinigt - denn über Behinderte spricht man in unserer Gesellschaft nicht so - über SChuldfrage - das lernte ich - glaubs mir -

Ist das ein Weg, auf dem wir weiter gehen können?

Gruß Rover
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Gast
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BeitragVerfasst am: 23.07.2009, 17:41    Titel: Antworten mit Zitat

hey Rover ,
klar können wir auf dem Weg gemeinsam weiter gehen . Wenn wir uns nicht gegenseitig aus Versehen in die Hacken treten . Wink
Sonst stelle ich mich wieder etwas hinten an Embarassed

Die contergan Geschädigten , also die Leidtragenden des Medikamenten
" Mißbrauchs " ihrer Mütter , da hat in der sensiblen Phase ne halbe Tablette gereicht , mußten Jahre kämpfen um von dem Konzern eine halbwegs akzeptable finanzielle Entschädigung zu erhalten .
Ganz zu schweigen von der Beweislast , daß die jeweilige Behinderung mit dem Med . zusammenhing .
Die Schadensverursacher haben sich schon mit Händen und Füßen gegen Vorwürfe gewehrt , die hatten ihre nämlich noch .
Bis dann weltweit die Ungeheuerlichkeit dieses Zusammenhanges klar nachweisbar war .
Später hat man dann einfach auf den Zeitfaktor gesetzt , so nach dem Motto , wer bis dann noch am Leben ist , kriegt halt son Brosamen .
So ähnlich wie die Bürgerbewegung in den 80 ern gegen die atomare Strahlenbelastung etc . . Klar haben sich viele davor gescheut ,
über Ursache und Wirkung auch nur nachzudenken .
Denn eigentlichen Gewinn , dieser " Kopf in den Sand stecken Haltung ",
hatten aber doch immer die Konzerne .
Das müssen selbst die Blödesten erkannt haben .
Deine Geschwister , Vater etc. , hatten massive Schuldgefühle Dir gegenüber , vermute ich mal . Und aus unbewußten Schuldgefühlen resultiert immer mörderische Agression . Da hast Du schon als kleines Kind , sozusagen von Anbeginn , ne ganze Gruppe gegen dich gehabt . Damit Du ja keine Vorwürfe äußerst und denen damit eventuell auf die Füße getreten hättest . Muß ne verdammt üble Position gewesen sein . Auf weitere erquickliche " wanderung " Smile
Wassernymphe
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tommy



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BeitragVerfasst am: 24.07.2009, 09:13    Titel: Unwissenheit ist keine Entschuldigung Antworten mit Zitat

Hallo Rover, hallo Wassernymphe.
Ein Argument taucht hier auf, auf das ich eingehen möchte.
Meine Mutter hätte es nicht besser gewusst. Übrigens meinte meine Mutter zu dem Vorwurf seelisch gewalttätig gewesen zu sein das Gleiche (letztes Jahr per Brief, jetzt lese ich ihre Briefe nicht mehr, alles über Dritte): sie habe nicht gewusst, dass von ihr Gewalt ausgegangen sei.
Ist das eine Entschuldigung?
Meine Meinung: nein, sie hätte es wissen müssen. Wer Kinder hat, muss über so etwas Bescheid wissen. Gewaltlose Erziehung ist ein Menschenrecht.
Keiner wird gezwungen Kinder zu haben. Wer welche hat, sollte Ahnung von Kinderbetreuung haben - das Kind hat Rechte, die Betreuer Verantwortung. Außerdem hat meine Mutter ein Gewissen ....

Wie war das mit den Fruchtbarkeitsmedikamenten? Auch hier trifft meine Mutter die Schuld, denke ich. Sie war bei vollem Bewusstsein, sie kannte das Risiko. Außer der Arzt hat ihr ein falsches Bild von den Risiken gezeichnet. Davon gehe ich aber nicht aus, das hätte meine Mutter mir sicherlich gesagt.

Bis dann,
Thomas


Zuletzt bearbeitet von tommy am 24.07.2009, 12:47, insgesamt einmal bearbeitet
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Der Triste



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BeitragVerfasst am: 24.07.2009, 11:01    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo tommy

seh ich auch so. sie hatte die verantwortung für dich als mutter. wäre ja noch schöner wenn sie es gewusst hätte was ihr verhalten bewirkt und es trotzdem tut.
Denke es kann nur ne erklärung für deine mutter selbst sein, das es ihr nicht bewusst war.
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BeitragVerfasst am: 24.07.2009, 11:22    Titel: Dummheit , schützt vor Strafe nicht ! Antworten mit Zitat

Schuld und Strafe !

Hey tommy , schwere Worte .
Ich sage immer gerne , jeder fasse sich bitteschön an die eigene Nase . Wer lebt macht sich Schuldig .
Und wer ohne Schuld ist , werfe den ersten Stein !
Mir hat meine Schwester mal gesagt . Lebe doch mal Dein eigenes Leben .
Das war letztes Jahr .

Was habe ich bitteschön sonst gemacht . Aber diese Art zu Leben hat ihnen nicht gefallen .
Das war nach ihrer Vorstellung nicht der gelungene Entwurf . Wie hätte ich denn anders leben sollen ?
Mehr Aktievität vielleicht , noch mehr .
Oder vielleicht nen bisschen des Gegenteil´s . Darf´s noch nen bisschen mehr sein , bitteschön ?

" Du hättest bestimmt nen schönes Grab bekommen . "
Ja meine liebe Schwester , wir werden sehen , wer dies von dieser bezaubernden Familie zuerst aufsucht .
Bis dahin werde ich Leben . Und zwar genau so , wie mir das zusagt . Keine Schuld , Scham oder Vorwurf wird mich davon abhalten .
Allerdings im Straßenverkehr werde ich aufpassen . Der einzige Verkehr , welcher mir wirklich gefährlich werden kann . Mr. Green

tommy , irgendeinen Entwurf von Leben wird Deine Mutter auch im Kopf gehabt haben .
Ich bin ehrlich gesagt froh , daß ich diesen nicht kenne . Embarassed
Werd , oder bleib Fachmann bei Deiner eigenen Lebensplanung . Und machs Besser .
Wie sagt man doch : " Mach´s gut ! " " Mach´s besser ! "
Die tiefe Wahrheit an offensichtlichen Fehlern der Eltern , das Bedürfnis es besser zu machen , ist das Einzige was bleibt . Gruß Wassernymphe
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Roverandom
Gast







BeitragVerfasst am: 24.07.2009, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Tommy,

eine Frage - wie hätte sie es denn wissen müssen - ohne sich jemals um ihre eigene Kindheit anzuschauen?

Vielen Müttern ist doch gar nicht bewusst, dass sie ihre Kinder seel. misshandeln mit ihrem Ehrgeiz und all den anderem Bestreben - wie "mein Kind soll es besser haben" - wie Tommy kann ein Mensch denn wissen, dass er etwas falsch macht, wenn er dies nicht mal ansatzweise für falsch hält? Auch ein Pädagogikstudium schütz doch nicht vor Fehlern.

Glaubst du im Ernst, Alice Miller und Co machten von Anfang an alles korrekt und richtig in ihrem Leben? Ich glaub es nicht . absolut nicht. Es ist keine Entschuldigung für deine Mutter. Überhaupt nicht -

Jk hat es hier mal treffend gesagt - als sie fühlte - und hier liegt der Fokus auf FÜHLEN - was sie ihren Kindern "angetan" hat - hat es sie unglaublich geschmerzt. Erst mal zu dieser Erkentniss gelangen - heisst doch auch Arbeit an und mit sich selbst.

Was das Recht auf Liebe anbelangt - du kannst keinen Menschen der WElt dazu zwingen - es gibt Mütter, die können ihre Kinder einfach nicht lieben - weil sie gefangen in ihrer eigenen dicken Depression sind - gibt es oft nach Geburten - und Tommy - das kann kein Mensch voraussehen - und ja - auch diese Depressionen nach der Geburt haben einen Grund - aber den muss man doch erst einmal klar und ganz bewusst sehen oder erforchen.

Du selbst bist doch nicht von heut auf morgen auf den Gedanken gekommen, was deine Mutter machte waren Grausamkeiten -

Diese ganzen tollen MenschenRechte die es gibt - zum Teil leider nur auf Papier - die, die am bittersten benötigt werden (nämlich Liebeund Achtung vor jedem Leben - egal wie jung oder alt) sind aber leider nicht von Gericht aus zu verfügen und anzuordnen -

Genau so schaut es aus.

Gruß Rover
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tommy



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BeitragVerfasst am: 24.07.2009, 15:03    Titel: man kann Gewalt ablehnen Antworten mit Zitat

Moin Wassernymphe,
ich hab gar nichts von Strafe geschrieben, ich hab nur geschrieben und begründet, warum ich mich meiner Mutter trotz Kur meiner Kindheitskrankheiten nicht verpflichtet fühle.


Moin Rover,
sie hat Pädagogik studiert. Da kann man kritisch über Erziehung nachdenken.
Wie sie gewaltfrei erzieht ist aber prinzipiell ihr Problem, denke ich. Es ist finde ich nicht unmöglich.. Es gibt ein Gewissen. Es gibt m.E. viele Momente, in denen sie hätte aufmerken können im Leben. Ich denke, jeder hat im Leben eine Chance oder viele Chancen, Gewalt abzulehnen.
* Der Krieg. Den hat sie immer entschuldigt. Aus dem Kriegsengagement ihrer Mutter resultierten dann viele Probleme ihrer Kindheit. Auch wenn Krieg mit Erziehung augenscheinlich wenig zu tun hat - es geht auch um Gewalt. Das wäre ja eine Chance gewesen über Gewalt nachzudenken. Was ist mit den Konzentrationslagern? Auch die hat sie entschuldigt. Und das geht einfach zu weit, denke ich.
* Ihre Mutter hat sie nie geschlagen. Hat allerdings andere m.E. schwere Fehler begangen (z.B. Vernachlässigung - monatelang ins Internat abgeschoben).
Zwei Beispiele.


Mag ja sein, dass Alice Milller auch mal daneben gegriffen hat. Dann ist allerdings die Frage, wie man damit umgeht - meine Mutter schrieb mir letztes Jahr, dass eine Ohrfeige berechtigt gewesen sei. Und das kann eben nicht sein. Wenn der Schlüssel in der Vergangenheit liegt - ich bin überzeugt, dass auch meine Mutter eine Chance gehabt hat, ihre Vergangenheit kritisch zu beleuchten. Sie ist nun schon in ihren 60ern.

Dann das Verhalten meines Vaters gegenüber meiner Schwester. Gewalt. Das war dermaßen offensichtlicher Missbrauch, nach meinem Empfinden, da hätte sie auch einfach mal ehrlich in sich gehen können. Statt dessen "Hach, er meint es ja so gut!" Das war m.E. von ihr die totale Ausblendung menschlichen Verstandes.

Gewalt ist das eine. Missbrauch ist noch ein Schritt weiter, weil sie dann systematisch wird. Und ich bin einfach nicht der "Ach, sie konnte doch nicht aus ihrer Haut"-Redner. Jeder Mensch kann sich unterstellen, Missbrauch zu verüben, denke ich.

Bis dann,
Thomas
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Roverandom
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BeitragVerfasst am: 24.07.2009, 15:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Tommy,

ich denke mal - wir werden uns diesbezügl. im Kreise weiter drehen -

Sie hätte nachdenken können - geb ich dir ja vollkommen Recht - ich entschuldige nicht das Verhalten deiner Mutter.
Sie hätte - und könnte - tut es aber nicht.

Pädagogik - haste auch Recht - man könnte denn, wenn man wollte diese Chance nutzen und intensiver über Gewaltausübung jeglicher Form nachdenken und auch aufgeklärt sein. Könnte man - ist es aber letztendlich nicht.

Psychologen - das selbige Spiel - viele werden Eltern in Schutz nehmen - und warum? Weil sie sich schlich und ergreifend ihrer eigenen Kindheit und deren Dramen nie stellen werden. So geht es auch allen Menschen, die über Konzentrationslagern und dergleichen sprechen - auch über Ohrfeigen. Ich habe sehr viele Kollegen, die empört aufschreien wenn wieder mal etwas über Kindesmisshandlung in der Zeitung steht - selbst aber meinen, Ohrfeigen schaden nicht............warum dies so ist, ist m.E. doch zigfach erklärt - und in etwa wird das deine Mutter/ Vater auch handhaben. Ansonsten würden sie nicht so`Zeugs reden.

Gruß Rover
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