Our Childhood - Unsere Kindheit Dieses Forum wurde nach der Idee von Allice Miller's Ourchildhood Foren gegründet. Hier geht es um die Aufdeckung emotionaler Blindheit, die während der frühen Kindheit durch Misshandlung und Missbrauch entsteht und unser weiteres Leben beeinflusst
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Silversurfer Gast
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Verfasst am: 30.03.2010, 13:44 Titel: |
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Liebe jK,
wenn Du diesen Therapeuten gefunden hast......würdest Du mir bitte die Adresse geben?
Ich habe während meiner vielen Therapien sicherlich auch einiges gehört, was mir nützlich war. Unterm Strich jedoch, hat es mich nicht zu der Wahrheit über meine Eltern geführt. Mir nicht selten sogar erheblichen Schaden zugefügt.
Ich halte alleine die Konstellation Therapeut/Patient schon für schädigend, weil sie nciht in Augenhöhe ist. Wenn ich zurückblicke, waren es immer Menschen, die mit mir in mitfühlender Weise ihre Erfahrungen geteilt haben, die mir hilfreich waren.
Gruß
Michael |
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Der Triste
Geschlecht: 
Anmeldedatum: 24.04.2008 Beiträge: 356
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Verfasst am: 30.03.2010, 13:59 Titel: |
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ich wollt noch mal was einwerfen, so für mich, einfach auch eine art wissen darum was mir gut tun würde.
das passt hier rein. also was mir auffällt ich hab nichts. also keine basis mich selbst zu spüren. man ist erwachsen, scheinbar. aber ich fühl mich recht unfähig mir selbst zu helfen weil es so schief geht.
ich glaub der mensch braucht ne basis, die er vielleicht auch nur im schutz finden kann. etwas durchzumachen oder sich selbst erstmal gehen lassen dürfen ohne gleich therapiert zu werden.
ich finds schwer erwachsen zu sein und für sich selbst verantwortlich zu sein wo zumindets bei mir wohl nur meine inneren erwachsen pädagogen die regie übernehmen. irgendwie so. vielleicht mach ich mich auch nur selbst verrückt. ich weiss es nicht mehr.
also ich kan sein das es manche ohne hilfe schaffen. ich wohl nicht. ich find das therapeutische eben nur schlecht. aber was soll es sonst für ne beziehung sein. niemand ist schließlich für einen verantwortlich mehr. hat für mich auch was gutes, niemanden mehr die verantwortung für mich selbst abzugeben. naja vielleicht alles zweischneidig. mal wieder. achja ... ich würd mir gern so gern mal klarheit wünschen!!!  _________________ und wenn sie auch die Absicht hat, den Freunden wohlzutun, so fühlt man Absicht, und man ist verstimmt."
"Torquato Tasso" von Johann Wolfgang von Goethe (II,1) |
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Tanana

Geschlecht:  Alter: 37 Anmeldedatum: 28.03.2010 Beiträge: 27 Wohnort: BW
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Verfasst am: 02.04.2010, 13:23 Titel: |
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Ich denke, es liegt nicht daran, ob es ein Therapeut ist oder nicht. Es ist ganz einfach das, was ich von dem anderen erwarte. Bei mir war es ja auch kein Therapeut, sondern die Yogalehrerin.
Ich habe gerade in einem anderen Thread gelesen, wo jemand Hilfe durch einen Therapeuten suchte. Sie erwartete Hilfe von jemanden anderen. Das wird meiner Meinung nach nicht gehen. Weil ich genau in dem Moment die Verantwortung über mich an den Therapeuten abgebe:” So jetzt mach mal.” Und er macht, aber natürlich sein Ding.
Das klingt jetzt banal, aber die Hilfe kann nur aus mir selbst kommen. Ich muss einfach aufhören, die Opferrolle zu übernehmen.
Viele haben Probleme und wollen gesund werden, aber sie wollen nicht aktiv werden
Deswegen gibt es Therapeuten. Die Nachfrage ist ja entsprechend: Da werden sie geholfen.
Ist doch genauso wie mit körperlichen Gebrechen. Man geht zum Arzt, nimmt seine Tabletten und erwartet Gesundheit. Aber aufhören mit Rauchen, Sport treiben, mehr Lachen, gesund ernähren ist nicht drin. Da müßte man sich ja ändern.
Gruß Tanana _________________ "Wenn ich morgen meinem Gott gegenüberstehe, kann ich sagen: Ich bin unschuldig. Ich habe niemanden betrogen, ich habe niemanden wehgetan, außer mir selbst.
Und das wird er mir verzeihen." - Falco |
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Heidi
Anmeldedatum: 02.04.2010 Beiträge: 1
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Verfasst am: 03.04.2010, 23:35 Titel: Heilung ohne therapeutische Begleitung, ist das möglich? |
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Meine Erfahrung mit Therapien (und die habe ich reichlich) sind bisher nicht sehr erfreulich. Meine letzte Therapie war eine sogenannte kognitive Verhaltenstherapie. Ich sagte zur Therapeutin, dass mir Therapien bisher nicht so viel geholfen haben. Ihre Antwort: "Sie haben eine negative Kognition!" Das ist so ähnlich wie "der Klient hat einen Widerstand gegen die Therapie" von früher und bedeutet im Grunde "ich weiß, was gut für Sie ist".
Nun ist es aber nun einmal so, dass ich mich in meinem Leben am besten auskenne. Das heißt nicht, dass ich Therapien grundsätzlich nicht für hilfreich halte. Ich denke, es muss aber eine Gleichwürdigkeit zwischen Klient und Therapeut vorhanden sein.
Ich lese viel und stelle fest, dass sich das Gedankengut von Alice Miller erfreulicherweise in neueren Ratgebern häufig wiederfindet. So wird in den Büchern von Jesper Juul immer wieder darauf verwiesen. In einem Buch von Mathias Voelchert lese ich: " Eine passende Theapeutin oder ein passender Berater ist jemand, der seine eigene Notlage für sich selbst bereits überwunden hat. Sie finden dies durch Fragen heraus: Fragen Sie Ihre Therapeutin, welche Erfahrung sie selbst in ihrer Kindheit gemacht hat und wie sie damit in ihrer Ausbildung und ihrer Selbsttherapie umgegangen ist. Sehr schnell merken Sie, ob die Antworten für Sie hilfreich sind und eine ausreichende Basis für eine Zusammenarbeit darstellen." ( aus "Chancen verlieben sich").
Ich werde noch einmal einen Anlauf bei einem Therapeuten machen, der tiefenpsychlogisch arbeitet. Ich hatte schon ein Erstgespräch, muss aber auf die eigentliche Therapie noch einige Monate warten. Dass der Therapeut ziemlich ausgebucht ist, scheint mir kein schlechtes Zeichen zu sein. Die probatorischen Stunden werde ich dazu nutzen, die oben zitierten Fragen zu stellen.
Fröhliche Ostern
Heidi |
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